Auch Fonic ändert ab 01. Juli seine Roaming-Gebühren

Als erster Mobilfunk-Discounter gibt Fonic bekannt, wie die o2-Tochter die Vorgaben der EU-Kommission zur Senkung der Roaming-Gebühren umsetzen wird. Nicht wie gefordert ab August dieses Jahres, sondern schon einen Monat früher führt der Anbieter die neuen Preise für Gespräche im europäischen Ausland ein.

Für Anrufe aus dem Ausland nach Deutschland oder in andere europäische Länder fallen dann noch Kosten von 51 Cent pro Minute an. Auch SMS werden wie von der Kommission gefordert günstiger und schlagen dann noch mit 13 Cent pro Nachricht zu Buche. Ankommende Gespräche im Ausland werden künftig mit 22 Cent pro Gesprächsminute abgerechnet. Mit diesen Preisen hält sich Fonic an die Vorgaben der EU-Kommission, orientiert sich jedoch am oberen Ende des zulässigen.

Um die Abrechnung kundenfreundlicher zu gestalten, hat der Anbieter zudem die Taktung für Auslandsgespräche geändert. Ankommende Gespräche werden ab 1. Juli sekundengenau abgerechnet, während abgehende Gespräche im 30/1 Takt und somit erst nach einer halben Minute sekündlich berechnet werden.

Während der Branchenverband Bitkom die Regulierung der Roaming-Kosten durch die EU-Kommission weiterhin scharf kritisiert, betont Fonic-Geschäftsführer Holger Feistel, dass die Regelung ganz im Sinne des Anbieters sei. Die Vorgaben unterstützen seiner Meinung nach die Philosophie seines Unternehmens, nach welcher man dem Kunden größtmöglichen Überblick über seine Gesprächskosten bieten möchte.